Was ist eigentlich Satire?
Unter Satire ist eine Art von Spottdichtung zu verstehen, die Missstände in der Gesellschaft aufgreift und anklagt. Ältere Bezeichnungen für Satire sind im Deutschen die Begriffe Spottschrift, Stachelschrift und Pasquill, mit welcher eine gegen bestimmte Personen gerichtete satirsche Schmähschrift gemeint ist.
Als Satire bezeichnet werden kann eine satirische Darstellungsform, die in verschiedenen medialen Formen auftritt. Satire beinhalten können so zum Beispiel Gedichte, Essays, Romane, Dramen, Karikaturen, Kabarettprogramme, Filme und Sendungen im Fernsehen.
Ebenfalls als Satire verstanden wird eine literarische Gattung, die in der römischen Antike entstanden ist. Diese Gattung wiederum kann unterteilt werden in die Untergattungen Menippeische Satire, Ständesatire, Narrenliteratur, Pikaresker Roman, Literatursatire, Philistersatire, Gelehrtensatire sowie in die gesellschaftskritische und politische Satire.
Wichtigstes Stilmittel der Satire ist die teilweise bis ins Extreme gesteigerte Übertreibung. Sie übertritt nicht selten die Grenzen dessen, was im allgemeinen als „guter Geschmack“ bezeichnet wird. Satire stellt Sachverhalte in übertriebener Art und Weise dar oder verfremdet sie. Gesellschaftliche Missstände verzerrt sie einseitig, wodurch diese angeprangert und als lächerlich zur Schau gestellt werden. Oftmals geschieht dies aus der subjektiven Perspektive des Autors.